Metzgerei Steiner – mehr als Fleisch!Die Metzgerei Steiner beschäftigt heute sieben Mitarbeiter und hat drei Standbeine. Den Partyservice, der etwa einen Drittel des Gesamtumsatzes erwirtschaftet, das Ladenlokal und den Engros-Bereich, der allerdings noch sehr klein ist. Ursprünglich betrieben die Steiners die Metzgerei im Volg-Laden in Sulz. Ziel war aber, ein eigenes Ladenlokal zu führen. Da mit dem Volg keine Einigung erzielt werden konnte, schaute sich Michi Steiner um und entschloss sich, nach Räterschen zu ziehen. Dieser Entscheid war nicht einfach zu fällen, da das finanzielle Engagement sehr gross sein würde und in Räterschen seit etlichen Jahren keine Metzgerei mehr bestand, es also keine Stammkundschaft zu übernehmen gab. Der Umzug erfolgte vor sechs Jahren, im Jahr 2000. Grössere Umbauten standen an, da neben der Metzgerei auch das Angebot von Backwaren beibehalten werden sollte. Dazu kam später der Offen-Käseverkauf, der sich durch den Partyservice aufdrängte. Michi Steiner hat auch weitere Visionen. So soll das Ladenlokal erweitert werden, um den Kunden mehr Verkaufsfläche zu bieten. Was es alles braucht, um eine Metzgerei betreiben zu können, ist beeindruckend. Kühl- und Gefrierräume, wobei Michi Steiner betonte, dass er das Einfrieren von Fleisch vermeide, da dies immer einen gewissen Qualitätsverlust bedeute, diverse Maschinen für die Wursterei, Schneidmaschinen für Käse und Fleisch, vor allem für Fleischfondues, die in der Weihnachtszeit sehr beliebt sind. Aber auch die Lebensmittelbeschriftung verlangt nach einer speziellen Waage. Dann gings um die Wurst!
Was die Kinder im Sommerferienprogramm jeweils tun dürfen, war nun für die Teilnehmer des Gewerbeanlasses auch möglich! Wir konnten zuschauen, wie eine Wurst – und zwar eine spezielle – hergestellt wird. Michi Steiner stellte mit uns eine Apfel-Zimt-Kalbsbratwurst sowie eine Apfel-Ingwer-Kalbsbratwurst her. Beindruckend war, wie effizient und sauber bei der Metzgerei Steiner gearbeitet wird und dass sich die Inhaltsstoffe einer guten Kalbsbratwurst nicht verstecken müssen. Die Gruppe hatte einigen Spass beim Mithelfen, da die Handgriffe natürlich nicht so eingeübt waren wie beim Profi.