Stadel ist ein kleines Dörfchen, beinahe nur ein Weiler, mit etwa 300 Einwohnern. Es gehört politisch zur Gemeinde Winterthur.
Viele Ruhe- und Erholungssuchende kreuzen unser Dorf auf dem Weg zur Mörsburg, die andere Art Besucher verlässt uns ebenso rasch, wie sie kommen: Die Pendler zwischen Thurgau und St.Gallen einerseits und der Agglomeration Zürich andererseits fahren durch unseren Ort, in der vergeblichen Hoffnung, sich einen Vorteil von Metern oder Sekunden abseits der Autobahn gegenüber deren Benutzern derselben zu ergattern.
Ein Spaziergang in Stadel lohnt sich. Es hat vieles zu entdecken. Stadel ein kleines, besonderes Dorf. Lassen Sie sich überaschen.... Sie werden es lieben!
Die Mörsburg, eine der geschichtsträchtigsten Burgen des Kt. Zürichs und doch liegen die Anfänge der Anlage im Dunkeln. Es wird vermutet das an der Stelle des heutigen Wohnturmes bereits im 10.Jh. eine Motte (Holzburg auf künstlich aufgeschüttetem Hügel) gestanden hat. Auch über die Gründer der Anlage gibt es nur wage Vermutungen. Der Wohnturm wurde ev. im 12.Jh. durch die Herren von Winterthur an Stelle einer älteren Anlage erstellt. Um 1250 unter Graf Hartmann von Kyburg zur Burg ausgebaut. 1274 an die Habsburger vererbt und von diesen, an die Meier von Oberwinterthur verliehen. Die Burg wurde durch die Eidgenossen im Sempacher (1386) und in den Appenzeller Kriegen (1401-1408), bis auf den Heutigen Wohnturm, zerstört. 1598 kaufte die Stadt Winterthur die Burg und nutzte sie bis 1798 als Sitz des Ammans. Ausgedehnte Burganlage mit gut erhaltenem Wohnturm, Kapelle, Ruinen vom Ritterhaus, Ringmauer und verschiedenen anderen Gebäuden. Der Wohnturm besteht aus dem älteren Turm des 12.Jh., der mit dem heute sichtbaren Megalithmauerwerk "umbaut" wurde. Somit wuchs die Mauerstärke auf bis zu 5m dicke an. Dies reichte aus um im 3 OG. in der Mauerstärke eine Kapelle einzubauen.